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US-Soldat als "Bibelaktivist" verklagt

(21. August 2008/csi.) - Weil er die arabischen Schriftzeichen auf einer „Münze“ nicht lesen konnte, bat
ein amerikanischer Soldat einen Muslim, ihm den Text zu übersetzen. Jetzt ist
der Soldat unfreiwillig als „Bibelaktivist“ wegen Missionierung eines Moslems
angeklagt: Es handelte sich um eine münzähnliche Medaille mit Bibelversen in
arabischer Sprache, welches irakische Christen als Erkennungszeichen
untereinander benutzen.

Nach einem Bericht in der Tageszeitung "Ar-Rafidain" (Das Zweistromland) kommt im Irak ein amerikanischer Soldat vors Kriegsgericht, weil er Medaillen mit arabischen Bibelsprüchen verteilt hatte.

Im Einklang mit der von den USA abgesegneten Verfassung des neuen Iraks nach Saddam Hussein sind nur die Moslems, und vor allem die Schiiten berechtigt, ihren Glauben öffentlich zu bekennen und ihn zu verbreiten. Den irakischen Christen – Juden gibt es kaum mehr – wurde hingegen untersagt, das Evangelium nach aussen zu bezeugen. Als Erkennungszeichen untereinander sind daher münzähnliche kleine Medaillen in Unlauf gekommen, auf die in Arabisch Bibelsprüche eingeprägt sind.

An einem amerikanischen Militärposten vor der Stadt Faludscha, einer norotischen
Hochburg saddamistischer „Werwolf-Kämpfer“, von sunnitischen Aufständischen und eines durch Al-Kaida gesteuerten Terroruntergrund, waren solche „Bibelmünzen“ aufgetaucht. Offenbar wollten sich akut gefährdete christliche Iraker damit bei den Soldaten ausweisen und sie um Schutz bitten. Der Postenkommandant behielt eine oder mehrere der Medaillen und zeigte sie später, da er die arabische Inschrift nicht lesen konnte, einem Moslem von Falludscha mit der Bitte um
Übersetzung. Dieser erblickte darin einen Bekehrungsversuch und er zeigte den
Marine-Infanteristen bei dessen militärischem Vorgesetzten wegen eines
„christlichen Missionsversuches“ an.

Dieser nahm die perfide Anzeige ernst und
schaltete die Armeejustiz ein: Der Sergeant wurde von seinem Posten durch die
Militärpolizei entfernt, er selbst in Gewahrsam genommen und eine Untersuchung eingeleitet. Wenn die Militärrichter den unfreiwilligen “Bibelaktivisten“ schuldig sprechen, drohen ihm Degradierung und bis zu einem Jahr Kasernenarrest.
Quelle: CSI



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