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Syrien als Standort russischer Raketen?
(21. August 2008/rh.) - Der syrische Präsident Assad will nach dem Georgien-Krieg die militärischen Beziehungen zu Russland ausbauen. Dabei schliesst er selbst eine Stationierung von Raketen in seinem Land nicht aus.
Die FAZ berichtet, Präsident Assad habe in einem Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“ gesagt, die Krise in Georgien habe gezeigt, welche Rolle Israel und seine Militärberater dort gespielt hätten. Moskau hatte Israel vorgehalten, Georgien mit Militärfahrzeugen, Sprengstoff, unbemannten Drohnen und Ausbildung unterstützt zu haben. In Damaskus hiess es, die syrische Regierung hoffe, dass Russland jetzt seine Beziehungen zu Israel überdenken und sich wieder verstärkt arabischen Staaten zuwenden werde.
Über den Zweck seines Besuches sagte Assad: „Militärisch-technische Zusammenarbeit ist das Hauptthema, der Kauf von Waffen ist sehr wichtig. Ich denke, wir sollten sie beschleunigen. Vor allem deshalb, weil der Westen und Israel weiterhin Druck auf Russland ausüben.“
Amerika, Israel und die Nato hatten zuletzt Russland gedrängt, seine Rüstungsgeschäfte mit Syrien zu verringern, das in der Region ein Verbündeter Irans ist. Moskau lieferte in den vergangenen Jahren Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29 und Mig-31 sowie Raketen. Russische Kriegsschiffe nutzten den Mittelmeerhafen in Tartus.
In dem Interview erklärte sich Assad mit Blick auf das amerikanische Raketenabwehrprogramm bereit, russische Raketen in Syrien zu stationieren: „Russland sollte wirklich über Gegenschritte nachdenken, um gegen seine Umzingelung vorzugehen.“ Noch habe man darüber nicht verhandelt, aber es sei vorstellbar, russische Abwehrraketen vom Typ Iskander in Syrien zu stationieren. Sie haben eine Reichweite von 200 Kilometern und können mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden.
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