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Diskussion um Evolution auf ETH-Webseite

(09. September 2008/fa.) – Nach dem Paul Schmid-Hempel, Professor für experimentelle Ökologie, in einer Kolumne kreationistische Welterklärungen als unsinnig verurteilt hat, entwickelte sich eine anhaltende, rege Diskussion um Evolution und Schöpfung.

Professor Schmid-Hempel ist aktiver Gegner des Schöpfungsglaubens. Kreationismus und Intelligent Design bezeichnete er in einem Interview auf der ETH-Webseite als „Unsinn“. Man versuche etwas wiederzubeleben, das vor 150 Jahren „durch die Erklärungskraft der Darwin’schen Evolutionstheorie“ widerlegt worden sei. Heute müsse man wachsam sein, dass kreationistische Lehren „nicht durch die Hintertüre in die Schulzimmer gelangen“.

Schmid-Hempel hat den Eindruck, „dass einige Lehrer anfällig für kreationistische Lehren sind". Interessanterweise seien auch oft Chemiker und Physiker empfänglich dafür, fast nie jedoch Biologen. Dann nennt er „den Fall“ eines renommierten Chemieprofessors aus Georgia, der auch schon Gastprofessor an der ETH war. Er ist ein hervorragender Chemiker, aber gleichzeitig überzeugter Kreationist. So etwas bringt Schmid-Hempel nicht zusammen. Er spricht von einer „abstrusen“ Haltung. Er verstehe nicht, wie ein Topwissenschaftler dem Inteligent Design und dem Kreationismus anhängen könne. Zusammen mit anderen Evolutionsbiologen will er nun eine Informationsoffensive starten.

Solche und andere Aussagen führten zu teils vehementen und zu auffallend vielen Reaktionen. Für an der Diskussion Interessierte lohnt es sich, die Auseinandersetzung mitzuverfolgen.

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