Gefährliche Atlantis-Weltraummission
(15. September 2008/fa.) - Der für den Oktober geplante Flug des Raumschiffs Atlantis zum Weltraumteleskop Hubble birgt besondere Risiken. Hubble kreist in sehr grosser Entfernung um die Erde, in diesen Sphären ist besonders viel Weltraumschrott in der Umlaufbahn, der für die Atlantis und ihre Besatzung gefährlich werden kann.
Wie NASA-Sprecher John Shannon mitteilte, ist die Gefahr der Kollission mit Überresten alter Satelliten, aber auch mit Mikrometeoriten wesentlich höher als in niedrigeren Umlaufbahnen.
Mit 1 : 185 bezifferte er die Wahrscheinlichkeit eines potenziell katastrophalen Zusammenstoßes. Der Vergleichswert auf Reisen zur Internationalen Raumstation ISS beträgt nur 1:300 weil sie viel niedriger um den Erdball kreist. Die Umlaufhöhe der ISS beträgt 354 Kilometer, „Hubble“ kreist in rund 563 Kilometern Höhe.
Für die Dauer der Weltraummission steht auf der Erde für den Notfall permanent ein weiteres Shuttle mit zwei Mann Besatzung bereit. Er könnte jederzeit starten, um die „Atlantis“-Crew im Notfall zu evakuieren.
Die Atlantisbesatzung soll an dem 1990 in die Umlaufbahn gebrachten Weltraumteleskop Wartungsarbeiten ausführen. Dadurch, so hofft man, wird die Lebensdauer von "Hubble" um mindestens weitere fünf Jahre verlängert. Die Weltraummission ist für den 10 Oktober geplant.
Als Nachfolger von Hubble soll spätestens im Jahr 2013 das „James Webb Space Telescope“ ins All gebracht werden.
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