Zweifel an der Sicherheit: Hacker knacken CERN.
(15. September 2008/fa.) - Zweifel an der Sicherheit des Teilchenbeschleunigers CERN in Genf weckt der erfolgreiche Angriff von Computer-Hackern auf das interne Softwaresystem des Atomforschungszentrums. Gerade einmal zwei Tage nach dem weltweit auf grösste Beachtung gestossenen Beginn der Arbeit in dem Forschungslabor waren Hacker erfolgreich.
Davon berichten übereinstimmend die britischen Zeitungen "Daily Telegraph" und "Times". Die Hacker machten sich über den geringen Sicherheitsstand des CERN lustig und bezeichneten die dortigen Sicherheitsingenieure als "Schüler".
Die Angreifer versichterten, sie hätten die Experimente nicht stören oder manipulieren wollen. Es sei ihnen nur darum geganen, die Sicherheit der Anlage zu testen.
CERN-Sprecher James Gillies spielte den Erfolg der Hacker herunter. Der Angriff sei schnell bemerkt worden, auch sei es ja nur darum gegangen, die Sicherheit zu testen.
Gegenwärtig laufen in dem 27 Kilometer langen Ringsystem die ersten Vorarbeiten zum Start von Protonenstrahlen, die hier im Spätjahr in gegenläufiger Richtung auf annähernde Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht werden sollen.
Kritiker werfen den Technikern vor, das Risiko eines schweren Unfalls oder einer möglichen Katastrophe zu gering zu veranschlagen. Die CERN-Techniker versichern hingegen, eine Katastrophe sei ausgeschlossen.
zurück
|