Grippevirus H5N1 wird gefährlicher
(24. September 2008/tl) – Der Grippevirus H5N1 hat sich in einer Weise weiter entwickelt, die Wissenschaftlern Anlass zur Sorge gibt. Die befürchtete Übertragung von Mensch zu Mensch wird damit wahrscheinlicher.
Das ergaben Forschungen am „Research Hospital“ in Memphis (Tennessee), von den das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ berichtet. Das Grippevirus „tut nun, was wir befürchteten“, sagte Rob Webster vom Research Hospital.
Die Übertragung des Virus von einem Tier zum anderen ist möglich, weil die Wasserstoff-Proteine des H5N1-Virus Bindungen mit Zuckermolekülen im Rachen der Vögel eingehen. Bei Menschen und Säugetieren tun sie das bislang nicht. Es fehlen aber nur noch zwei Veränderungen der Molekularstruktur, damit dies möglich ist.
Sorge bereitet den Wissenschaftlern auch der bislang wenig bekannte H9-Virus. Dieser sei „der eigentliche Schläfer, auf ihn müssen wir achten“, sagte Rob Webster. H9 führt beim Menschen nur zu leichten Erkrankungen. Er ist aber unter Vögeln sehr verbreitet und weist einige derselben Gene auf, die H5N1 tödlich machen.
Derzeit arbeiten Forschungseinrichtungen intensiv an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen H9. Es werden gegenwärtig 72 Impfstoffe gegen H5N1 getestet, die auch bei H9 helfen sollen.
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