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Vorläufiges Aus für den Teilchenbeschleuniger

(24. September 2008/fa.) – Schwerer Rückschlag für die Betreiber der teuersten und grössten Forschungsmaschine der Welt: Der europäische Teilchenbeschleuniger kann frühestens im Frühjahr 2009 starten. 

Die Reparatur des schweren Schadens am milliardenteuren "Large Hadron Collider" (LHC) wird mehr Zeit in Anspruch nehmen als bislang angenommen. Das teilte die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) mit.

Bei der Störung war eine grosse Menge Helium ausgetreten. Ein Defekt an der Starkstromleitung zwischen zwei der Hochleistungsmagneten war Auslöser für die Panne. Bevor mit der Reparatur begonnen werden kann, muss die Anlage erst sehr langsam erwärmt werden. Das wird drei bis vier Wochen dauern.

Die riesigen Magneten sind das Herzstück der Anlage. Mit ihnen wird ein Magnetfeld erzeugt, dass 100.000 mal stärker als das irdische ist. Durch dieses Magnetfeld wird der Teilchenstrahl nahezu auf Lichtgeschwindigkeit gebracht.

 Die Presseabteilung des CERN wies darauf hin, dass solche Teilchenbeschleuniger einzigartige Maschinen seien, die "am äussersten Rand der Hochtechnologie" gebaut würden. Anlaufschwierigkeiten seien deshalb immer möglich. Robert Aymar, der Generaldirektor des CERN, bezeichnete den Stillstand der Anlage für eine so lange Zeit dennoch als einen "psychologischen Rückschlag".

Teilchenbeschleuniger: Defekt grösser als erwartet 

Teilchenbeschleuniger abgeschaltet



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