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factum-GeoExkursion: Berge versetzen

(26. September 2008/tl.) – Über 40 Teilnehmer machten sich am 20. September auf den Weg, um sich geologisches Fachwissen anhand des Phänomens der Glarner Hauptüberschiebung anzueignen. Hier wurde ein Berg im wahrsten Sinn des Wortes „versetzt“.

Steine enthalten Informationen über ihre Entstehung, Berge erzählen von ihrer Genese. Aber ihre «Sprache» ist nur in Teilen zu entschlüsseln. Ein besonderes Rätsel ist Fachleuten in der ganzen Welt die Entstehung der so genannten Glarner Hauptüberschiebung in der Schweiz, die von der Unesco vor kurzem zum Weltnaturerbe deklariert wurde.

Hier haben sich kilometerdicke ältere Gesteinsschichten von gewaltiger Ausdehnung und Mächtigkeit über jüngere Gesteinsformationen geschoben. Die Trennlinie wirkt wie mit dem Lineal gezogen.

Die mehr als 40 Teilnehmer der factum-GeoExkursion zeigten sich von den anschaulichen Ausführungen des Diplomgeologen Dr. Martin Ernst beeindruckt. Er verstand es, den Teilnehmern die dramatischen Vorgänge nahe zu bringen. Die Entstehung dieser geologischen Formation stellt herkömmliche Annahmen über geologische Prozesse und ihre zeitliche Dauer in Frage. Dr. Ernst hält ein katastrophisches Geschehen, das sich in einem kurzen Zeitraum vollzog, für denkbar.

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