Online-Spieler häufiger depressiv
(01. Oktober 2008/fa.) – Menschen, die überdurchschnittlich häufig Computerspiele nutzen und sich Online-Spielen widmen sind häufiger depressiv und nehmen auch häufiger Drogen als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Das zeigt eine amerikanische Studie, von der das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ berichtet. Für die Untersuchung, die zunächst im Fachblatt „Journal of Computer Mediated Communication“ veröffentlicht wurde, waren 7000 Nutzer eines Online-Spiels befragt worden. Auffallend war nicht nur die Neigung der Spieler zu Depressionen und vermehrtem Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Die Spieler haben auch ein anderes „Body-Mass-Index“ als der Durchschnitt der Bevölkerung. Was manchen überraschen mag: Dieser Indikator für Fettleibigkeit zeigte bei den Spielern geringere Werte an als beim Durchschnitt der amerikanischen Bevölkerung. Die Spieler betreiben der Untersuchung zufolge überdurchschnittlich häufig regelmässig Sport. Umso erstaunlicher ist, dass Depressionen so verbreitet sind, da Sport – wie andere Studien belegen – wirksam gegen depressive Verstimmungen ist.
Die an der Untersuchung beteiligten Psychologen vermuten, dass die Online-Spieler wahrscheinlich Menschen sind, die unter starkem Stress stehen und versuchen, ihren emotionalen Stress durch das Computerspielen abzubauen.
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