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Wärmeres Klima bringt die Sahara zum Blühen

(01. Oktober 2008/tl.) – Im Verlauf der Erdgeschichte war die Sahara mehr als einmal ausgedehntes Grasland. Die Feuchteperioden fallen mit Zeiten zusammen, in denen das Klima wärmer war.

Das berichten Wissenschaftler vom Institut für Geowissenschaften der Uni Kiel in der Oktoberausgabe des Wissenschaftsmagazin „Nature Geoscience“.

Unter dem Titel „Blühende Landschaften in der Wüste“ berichtet die Pressestelle des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen, MARUM, von vergangenen Wärmephasen in der Sahara und einer Begrünung der Wüste durch eine eventuelle erneute Erwärmung des Erdklimas. Eine Erwärmung führt in der Sahara nicht zur Ausdehnung der Wüste, sondern hat den gegenteiligen Effekt. Eine Erwärmung führt zu verstärkter Wasserverdampfung in den Meeren und dadurch zu verstärkten Niederschlägen.

„In der Sahara reicht schon eine geringe Zunahme der Niederschlagsmenge, um das Pflanzenwachstum drastisch zu steigern“, sagte Rik Tjallingii, der in der Forschungsgruppe von Professor Martin Claussen mitgearbeitet hat. Die turnusmässigen Erwärmungen des Erdklimas bringen die Forscher mit der Kreiselbewegung der Erde zusammen, wodurch ihre Ausrichtung zur Sonne verändert wird.

Um herauszufinden, wann während der vergangenen Jahrtausende in der Sahara Feucht- oder Trockenperioden herrschten, haben die Forscher des Bremer MARUM und des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven Staubpartikel in einem Bohrkern vom Meeresboden vor Nordwest-Afrika untersucht. Aus dem Verhältnis der Partikel, die vom Wind transportiert wurden und der Partikel, die Flüsse ins Meer schwemmten, konnten die Wissenschaftler die Vegetationsdichte beziehungsweise. die Regenmenge abschätzen, die über Nordwest-Afrika zu bestimmten Zeiten niederging.
 
Die Forschungsergebnisse sind auch im Hinblick auf eine eventuelle Klimaerwärmung relevant. Für die Sahara wären die Folgen, so die Wissenschaftler positiv. Sollte sich das Klima tatsächlich erwärmen, dann würde die Sahara, so die Wissenschafter „schrumpfen“. Die Sandebenen und Dünen würden sich in Grasland verwandeln und könnten entsprechend genutzt werden: blühende Landschaften in der Wüste.



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