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Irak: Christen werden willkürlich ermordet

(17. Oktober 2008/fa) – Bewaffnete islamische Terroristen durchstreifen die Strassen der irakischen Stadt Mossul und lassen sich von Passanten den Ausweis zeigen. Wer den Eintrag „Christ“ bei Religionsgruppe stehen hat, wird durch einen Kopfschuss getötet.

Das berichtet die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ und beruft sich dabei auf Kontaktleute vor Ort. Vor fünf Jahren wohnten in Mossul ungefähr 300 000 Christen. Jetzt sind es noch 30 000. Panikartig verlassen die Christen die Stadt, so Open Doors.

Die Christen seien dem Terror fast schutzlos ausgeliefert, berichtet Open Doors und ruft zum Gebet für die verfolgten Christen auf. Ein Christ berichtete, dass innerhalb von vier oder fünf Tagen 25 Menschen – andere Quellen sprächen sogar von 40 – auf offener Strasse ermordet worden seien.

In der Vergangenheit wurden Christen häufig entführt und bedroht und mussten sich durch Lösegeldzahlungen freikaufen. Aber jetzt werden sie ohne Vorwarnung ermordet, so dieser Christ aus Mossul. Die Regierung und die amerikanische Armee seien nicht in der Lage, die Christen zu schützen.

Die irakischen Medien berichteten kaum über die Morde an den Christen. Erst als sehr viele Christen aus Mossul in umliegende Ortschaften flohen, stand über diese Vorfälle etwas in den Zeitungen.



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