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Wachsende Bedrohungen

(29. Oktober 2008/idea.) – Mit Bedrohungen für die Christenheit sowie globalen gesellschaftlichen und kulturellen Trends wird sich der 3. Lausanner Kongress für Weltevangelisation beschäftigen, der in zwei Jahren in Südafrika stattfindet.

Das berichtete der Vorsitzende der Lausanner Bewegung, der US-Theologe Doug Birdsall (Boston/Bundesstaat Massachusetts), bei der Generalversammlung der Weltweiten Evangelischen Allianz. Sie tagt vom 25. bis 30. Oktober in Pattaya (Thailand).

Die Allianz, die rund 420 Millionen Evangelikale repräsentiert, und das Lausanner Komitee, das sich als Katalysator für Weltevangelisation versteht, sind eine Partnerschaft eingegangen und werden den Kongress gemeinsam gestalten. Er findet mit voraussichtlich mehr als 4.000 Teilnehmern vom 16. bis 25. Oktober 2010 in Kapstadt statt. Wie Birdsall sagte, müsse man angesichts der zunehmenden Feindseligkeit gegenüber den Christen die besten Köpfe zusammenbringen, um auf die Herausforderungen reagieren zu können. 

Ferner habe sich die evangelikale Christenheit damit auseinanderzusetzen, dass in der postmodernen, pluralistischen Welt jeder auf Widerstand stosse, der eine absolute Wahrheit vertrete. Dies sei bei Christen der Fall, die in Jesus die Wahrheit und den einzigen Weg zu Gottes Heil sehen. Ferner zeichneten sich grosse Veränderungen durch den wachsenden Einfluss bevölkerungsreicher Regionen in Asien und dem Mittleren Osten ab – China als traditionell buddhistisches und Indien als hinduistisches Land sowie die arabische Welt mit muslimischen Ländern. In der Christenheit komme es zu Veränderungen, weil Christen aus Afrika, Asien und Lateinamerika Führungspositionen übernähmen. Auch träten prägende Männer der evangelikalen Bewegung wie der bald 90-jährige US-Evangelist Billy Graham und der englische Theologe John Stott (87) allmählich ab. 

Die Lausanner Bewegung ist nach dem ersten Weltkongress benannt, zu dem Graham 1974 mehr als 2.700 führende Evangelikale aus 150 Ländern nach Lausanne (Schweiz) eingeladen hatte. 1989 fand in Manila (Philippinen) ein weiterer Weltkongress statt.

Die Grundsatzerklärungen der Bewegung – die „Lausanner Verpflichtung” und das „Manifest von Manila” – haben weltweit Beachtung gefunden.



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