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Bedrohung Iran: Holocaust begann mit Worten

(04. November 2008/fa.) – Israels neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Gabriela Shalev, hat eine Woche vor dem 70. Jahrestag des Novemberpogroms vor der UN-Vollversammlung gesprochen. Shalev warnte dabei vor einer Unterschätzung der iranischen Bedrohung.

Anlass der Ansprache der israelischen Botschafterin war der aktuelle Bericht des Generalsekretärs zum Holocaust-Gedenken. „Der Staat Israel und das jüdische Volk würdigen die historische Resolution in Bezug auf das Holocaust-Gedenken, die die Vollversammlung vor drei Jahren einmütig verabschiedet hat. Diese Resolution ist jedoch, ebenso wenig wie der Bericht des Generalsekretärs, ein Selbstzweck.", erklärte Gabriela Shalev. Das Holocaust-Gedenken müsse ein dynamisches und kontinuierliches Bemühen sein, "dass uns dazu verpflichtet, die Lehren des Nazi-Genozids auf sich entwickelnde Bedrohungen unserer Zeit zu übertragen", so die Botschafterin.

Daher dürfe die Welt nicht die besorgniserregende Tatsache ignorieren, "dass wir heute - mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust - hören, wie von eben diesem Pult aus der Führer eines Mitgliedsstaats zur Vernichtung eines anderen Mitgliedsstaats aufruft und die historischen Realitäten des Holocaust leugnet".

Da sich alle Mitgliedsstaaten einem „Nie wieder“ verpflichtet hätten, müssten derlei Äußerungen nicht lediglich verurteilt werden. Es müsse vielmehr sofort und entschlossen gegen einen Mitgliedsstaat vorgegangen werden, dessen Führer solche verabscheuungswürdigen und gefährlichen Worte von sich geben.

Die israelische Botschafterin erinnerte daran, womit der Holocaust begann: "Denn schließlich begann der Nazi-Holocaust nicht in den Gaskammern. Dies ist, wo er endete. Der Nazi-Holocaust begann mit gefährlichen Worten von Menschen.“



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