Wieder weniger Mitglieder in der EKD
(04. November 2008/idea.) – Im Jahr 2007 verlor die Evangelische Kirche Deutschlands gut 200.000 Mitglieder. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt noch knapp 25 Millionen.
Der Mitgliederschwund der evangelischen Landeskirchen ist nahezu ungebrochen: Im vergangenen Jahr verloren die 23 EKD-Mitgliedskirchen 207.518 Mitglieder. Damit sank die Zahl um durchschnittlich 0,8 Prozent auf 24,9 Millionen; 2006 hatte der Rückgang ebenfalls bei etwa 0,8 Prozent gelegen. Das ergab eine Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).
Betrachtet man den Zehnjahreszeitraum, so hat die EKD zwischen 1997 und 2007 9,2 Prozent ihrer Mitglieder eingebüsst; das sind rund 2,5 Millionen Bürger. Verlierer waren auch im vergangenen Jahr vor allem die Landeskirchen im Osten. Die prozentual grössten Einbussen musste die kleinste Landeskirche hinnehmen: Der Mitgliederstand der Evangelischen Landeskirche Anhalts fiel um 3,2 Prozent auf 48.766. Pressesprecher Johannes Killyen (Dessau) begründete dies mit der Bevölkerungsentwicklung sowie er Abwanderung aus Arbeitsgründen in den Westen.
Die Kirchenprovinz Sachsen verzeichnete ein Minus von 2,9 Prozent, die Pommersche Evangelische Kirche von 2,3 Prozent und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz von 2,2 Prozent.
Winzige Zugewinne konnten die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (plus 1.066 Mitglieder) und die Evangelische Landeskirche in Baden (plus 5 Mitglieder) verbuchen. In den jeweiligen Bundesländern nahm allerdings auch die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahr zu – vor allem durch Zuzug aus dem Osten: So zählte der Freistaat Ende 2007 12,52 Millionen (plus 0,2 Prozent) und das Land Baden-Württemberg 10,75 Millionen Einwohner (plus 0,1 Prozent), während die Bevölkerungszahl in ganz Deutschland leicht um 0,1 Prozent sank.
Die prozentual schwersten Verluste in den evangelischen Kirchen im Westen mussten die bremische (minus 1,9 Prozent), die braunschweigische (minus 1,4 Prozent) und die lippische (minus 1,3 Prozent) hinnehmen.
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