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Iran: Erneut ein Jugendlicher hingerichtet

(07. November 2008/fa) – Nur zwei Tage nachdem iranische Behörden erklärt haben, es würden keine jugendlichen Häftlinge mehr hingerichtet, wurde in Isfahan ein jugendlicher Strafgefangener gehängt.

Das berichtet die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch. Es war bereits der siebte Jugendliche der in diesem Jahr in Iran hingerichtet wurde.

Der Iran führt die Liste der Länder an, in denen Jugendliche von Staats wegen getötet werden. In den vergangenen drei Jahren haben iranische Scharfrichter mindestens 27 Jugendliche hingerichtet.

130 Jugendliche und eine hohe Zahl von Erwachsenen warten in iranischen Todeszellen auf ihre Hinrichtung. Nur zwei Tage vor der Hinrichtung hatten iranische Politiker vor der UNO behauptet, es würden keine Jugendlichen mehr zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der Iran hat zwei internationale Abkommen zu Menschenrechtsfragen unterschrieben, mit denen er sich dazu verpflichtet, keine Kinder von Staats wegen zu töten.

Politische Beobachter werfen dem Land vor, dass diese Diskrepanz zwischen offiziellen Erklärungen und der tatsächlichen Politik das Land schon lange bestimmt. Insbesondere das Taktieren in der Atompolitik nährt diesen Eindruck.



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