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Irak: Situation der Christen ist weiter dramatisch

(21. November 2008/inn) – Die Situation der irakischen Christen ist weiter dramatisch. Allein in der Stadt Mosul, die als Hochburg der Terror-Organisation Al Kaida gilt, wurden seit Oktober mehr als zwei Dutzend Christen ermordet.

Das berichtet die schweizerische Hilfsorganisation Open Doors, die sich seit 1955 für verfolgte Christen einsetzt.

Am 12. November wurden in Mosul zwei syrisch-katholische Schwestern von Muslimen getötet und ihr Haus in die Luft gesprengt. Die Frauen waren erst kürzlich wieder in die Stadt zurückgekehrt, nachdem sie vor der gezielten Gewalt gegen Christen panikartig geflohen waren.

Es wird vermutet, dass dieser Anschlag Christen, die langsam in die Stadt zurückkehren, einschüchtern soll. Nach willkürlichen Ermordungen von Christen auf der Strasse oder an ihrem Arbeitsplatz und den gezielten Vertreibungen nach Morddrohungen von Extremisten sind bereits tausende Christen geflohen.

Die fliehenden Christen suchen Schutz im Ausland, in umliegenden Orten in der Ninive-Ebene oder in der ohnehin von Binnenflüchtlingen stark bevölkerten Autonomen Region Kurdistan.

Aus Sicherheitsgründen flüchten viele Eltern mit ihren Kindern nachts und nur mit dem, was sie auf dem Leibe tragen. Sie finden zum Teil Zuflucht in Notquartieren in Kirchen, Schulen, Sporthallen oder werden von lokalen, christlichen Familien aufgenommen.

Gemeinsam mit örtlichen Organisationen hat Open Doors ein Nothilfeprojekt begonnen und bereits 200 Flüchtlingsfamilien mit Lebensmitteln, Decken und Kochgeräten versorgt. Den Hilfspaketen liegen Bibeln und Kinderbibeln bei. Für den nahenden Winter müssen auch Öfen und Heizmittel verteilt werden. Der Irak ist ein Schwerpunkt der dreijährigen Gebetskampagne „Gefährlicher Glaube: Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“.



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