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Claus Hipp: Jesus wäre für die Marktwirtschaft

(25. November 2008/idea.) - „Jesus wäre für die Soziale Marktwirtschaft.“ Diese Überzeugung vertritt der Produzent für Babynahrung Claus Hipp.

Der christliche Unternehmer sagte dies in einem Interview mit den „Salzburger Nachrichten“. Zur Frage, wie die Lehre Jesu, der Nächstenliebe und Verzicht gepredigt habe, zum Kapitalismus passe, sagte Claus Hipp: „Der Kapitalismus als Soziale Marktwirtschaft ist nicht verwerflich.“

Eigennutz sei die Triebfeder, aber sie werde durch Wettbewerb und Sozialstaat gebremst, erklärte Claus Hipp. Christus habe soziale Aspekte gepredigt, so Hipp, „aber er wollte sicher nicht, dass jeder alles hergibt.“ Er habe gesagt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“ Zu den Freunden Jesu hätten „sehr reiche“ Unternehmer gehört. Als Beispiele nannte Hipp Salome von Galiläa und Lazarus.

Im Blick auf die Finanzmarktkrise wendet sich der Unternehmer gegen strengere gesetzliche Regelungen: „Spekulative Blasen kann man mit Gesetzen nicht beikommen.“ Allerdings sollten Anbieter auf dem Finanzmarkt für ihre Produkte haften. „So wie wir für jedes Glas Babynahrung haftbar sind“, so Hipp.

Wegen Erfolglosigkeit geschasste Manager sollten nach seinen Worten für ihre schlechten Leistungen haften – auch mit ihrem Privatvermögen. Als ein wesentliches Merkmal für einen christlichen Unternehmer nennt Hipp, dass er versucht, seinen Gewinn auf ehrbare Weise zu erzielen: „Das ist in einem Familienunternehmen wie unserem natürlich leichter als in einer Kapitalgesellschaft.“

Der 70-Jährige plädiert zugleich dafür, Gewinne zu reinvestieren, damit Arbeitsplätze entstehen. Mit einem Teil des Gewinns werde ein christlicher Unternehmer sicher auch Gutes für Bedürftige tun. Zur Frage, ob ihm der christliche Glaube bei seinen Geschäften helfe, sagte Hipp: „Ich glaube an die Kraft des Gebets. Ein Chef, der sich auf Gebete stützen kann, sitzt im Zweifel am längeren Ast.“

Der Unternehmer hält auch Vorlesungen vor Studenten der Betriebswirtschaft. Wenn er über Ethik spreche, sei der Saal „gerammelt voll“. Dieses Thema werde in der Wirtschaft eine immer grössere Rolle spielen. Hipp ist einer der Hauptreferenten auf dem Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 26. bis 28. Februar in Düsseldorf stattfinden wird.

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