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100 Jahre Christoffel-Blindenmission

(28.11.2008/apd.) - Die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim blickt auf ihr 100-jähriges Bestehens zurück, wobei die Entwicklungsorganisation nach eigenen Angaben bisher rund 217 Millionen Menschen mit Behinderung weltweit helfen konnte.

Das Hilfswerk hat das Jubiläum am 27. November in Berlin mit einem entwicklungspolitischen Forum zum Thema "Entwicklung und Behinderung" und einem Festgottesdienst gefeiert. Laut Martin Georgi, Direktor von CBM Deutschland, "schauen wir dankbar auf hundert Jahre zurück, aber auch nach vorne, denn es gibt noch viel zu tun. Wir stellen uns gemeinsam mit den Betroffenen der Aufgabe, Behinderungen zu vermeiden oder zu heilen und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern."

Im Jahr 2008 stellt sich die CBM einer grossen Herausforderung: 100.000 zusätzliche Wunder für Menschen mit Behinderung will die Organisation wahr machen. “Ein Wunder ist”, so Georgi, "wenn ein am Grauen Star erblindeter Mensch nach einer Operation wieder sehen kann, wenn ein schwerhöriges Kind Dank eines Hörgerätes lernt sich zu verständigen oder wenn ein Mensch mit einer Körperbehinderung mit Hilfe eines Rollstuhls wieder mobil wird."

Die 1908 gegründete Christoffel-Blindenmission folge auch heute noch den Zielen ihres Gründers, Pfarrer Ernst Jakob Christoffel, allen Menschen mit Behinderungen ohne Ansehen von Nationalität oder Religionszugehörigkeit zu helfen.

Derzeit fördert das unabhängige christliche Hilfswerk in 110 Ländern insgesamt 1.021 Entwicklungsprojekte. Im vergangenen Jahr wurden durch das Hilfswerk 21 Millionen Menschen mit Behinderungen behandelt, gefördert oder betreut. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die CBM als Fachorganisation für Blindheitsverhütung und Blindenheilung anerkannt.

Die Unterstützung der CBM im medizinischen Bereich umfasst besonders Kliniken, Programme zur Vorsorge oder Behandlung von Blindheit und Gehörlosigkeit sowie orthopädische Abteilungen. In der Rehabilitation fördert die CBM Schul- und Berufsausbildung sowie Programme zur gemeindenahen Rehabilitation behinderter Menschen.

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