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Unser Glaube ist der Sieg

Was kommt nach der Fussball-WM? Gedanken über Siege im Fussball und im Leben.

Rolf Höneisen

Erfolg. Elf Männer, ein Rasen und ein Ball verändern ganze Nationen. Was Regierungen nicht fertig bringen, schaffen Fussballer in vier Wochen: Menschen rücken zusammen, Wir-Gefühl und Selbstbewusstsein wachsen. Man feiert, singt, liegt sich in den Armen. Erfolg eint und beflügelt. Eine schöne Sache. Man bekommt den Eindruck, als gäbe es nichts Wichtigeres im Leben als den Sieg an der Fussball-WM. Ja, Fussball kann spannend und begeisternd schön sein, aber es bleibt eine schöne Nebensache. Fussball darf nicht unser Leben sein! Es geht doch um so viel mehr als das kurzfristige Erweckungserlebnis in der Laola-Welle! Angesichts von Leid und Tod entpuppt sich die Fussball-Power schlagartig als wirkungslose Massenablenkung.

Verlierer. Jorginho, 1994 mit Brasilien Weltmeister, sagte: «Man kann alles gewinnen im Leben, aber wenn man seine Seele verliert, hat man alles verloren!» Das ist eine biblische Aussage. Jeder Mensch, der über diese Erde geht, hat eine Ahnung von Gott. Gott ist der Schöpfer allen Lebens. Aber nicht alle reagieren auf diese Ahnung, nicht alle suchen den Weg zu ihrem Schöpfer. Sie verlassen sich lieber auf sich selbst. Sie sind sicher, dass der Weg zum Himmel darin besteht, Gutes zu tun, soweit man es vermag. Gott widerspricht dieser Meinung: Kein Mensch wird durch gute Werke gerettet. Ohne Ausnahme. Wir sind Verlierer. Wie werden wir zu Siegern?

Sieger. Rettung, Sicherheit und damit der Sieg über die Verlorenheit liegen in Christus und nicht in unserer Vorstellung darüber, was gut ist. Der Sohn Gottes liess sich verspotten, foltern und mit Nägeln ans Kreuz schlagen, um unser Leben vor dem Untergang zu retten. Er kämpfte für uns. Er litt für uns. Sein Blut floss für uns. Der Schuldlose starb wegen unserer Schuld. Sein Blut rettet uns, wenn wir glauben. Und Gott hat Christus vom Tod auferweckt und ihn in den Himmel hineinversetzt. Mit Christus ist der Tod besiegt, das Leben regiert. Unser Glaube an Christus ist die Auswirkung dieser selben Kraft. Unser Glaube ist Frucht seines Geistes, ausgesandt, damit Menschen glauben können, gerettet werden und neues Leben empfangen.

Glaube. Es gibt Menschen, die beten einmal zu Gott und erwarten dann das Aufkommen eines religiösen Gefühls. Vorsicht: Wo es um geistliche Dinge geht, darf das Gefühl nicht die zentrale Rolle spielen, da braucht es Glauben: «Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat» (1. Joh. 5,4b). Rettender Glaube ist keine religiöse Schwärmerei. Rettender Glaube ist nicht rein intellektuelles Akzeptieren eines Lehrsatzes. Rettender Glaube ist dankbare, dauerhafte Hingabe des Lebens an Christus, den Messias, den Erlöser, den Gesalbten.

Sieg. Der entscheidende Sieg für einen Fussballprofi ist der Gewinn des WM-Endspiels. Der unvergleichlich wichtigere Sieg, der die Todesstruktur dieser Welt durchbrach, wurde bereits errungen – durch Jesus Christus. Der Glaube an den Sieger, getragen von persönlicher Überzeugung, tiefstem Vertrauen und entschlossenem Gehorsam, macht einen Menschen zum siegreichen Überwinder: «Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?» (1. Johannes 5,4 und 5). Glaube heisst, glücklich darüber zu sein, dass Gott für uns gehandelt hat, dass er am Anfang unseres Glaubens steht und dass er ihn vollenden wird; dass wir es nicht verdienen, zu ihm zu gehören und dass wir trotzdem immer bei ihm sein werden.

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