|
Ohne Ausweg?
Es gibt Situationen, in denen alles verloren scheint. Dann steht das Vertrauen in Gott auf dem Prüfstand: Bin ich bereit, meine Vorstellungen loszulassen?
von Rolf Höneisen
In einer Sackgasse stecken, festgefahren sein, keinen Ausweg mehr sehen. Wer war noch nie in einer solchen Lage – und wer ist es gerade jetzt? SolcheZeiten sind zermürbend. Resignation schleicht sich ein: Es ist, wie es ist, und wird immer so bleiben – am Ende war es, wie es war, und dann sterben wir.
Paare können sich in ihrer Beziehung festfahren. Familien können sich in finanzieller Hinsicht in einem Loch befinden. Es gibt viele andere Lebensbereiche, aus denen Menschen herauskommen möchten, aber es gelingt nicht. Dabei haben sie eine klare Vorstellung davon, was sie brauchen würden. Doch – weil sie genau das nicht bekommen, bleiben sie in ihrer Sackgasse drin stecken.
Aber Gott will und kann uns in verfahrenen Situationen helfen! Um aus einer Sackgasse herauszukommen, braucht es jedoch den Willen zur Umkehr. Jede Veränderung beginnt bei der inneren Überzeugung:
1. Will ich aus meiner Sackgasse heraus? Bin ich im Wissen um die Gegenwart des lebendigen Gottes entschlossen, frei zu werden? Bin ich bereit, wenn nötig, einen Preis dafür zu bezahlen? Veränderung beginnt mit einer neuen Haltung in meinem Herzen und dem Entschluss, einen anderen Weg einzuschlagen. Fehlt diese innere Überzeugung, bleibe ich in mir selbst gefangen.
Ein alttestamentlicher Bericht im 1. Buch Könige erzählt von einer Frau, die in ihrer festgefahrenen Situation die Hilfe Gottes erfuhr (1. Kön. 17,8–16). Der Prophet Elia hat den ausgetrockneten Bach Krit verlassen. Gott schickt ihn an einen neuen Ort:
„Es geschah aber nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Land. Da erging das Wort des Herrn an ihn folgendermassen: Mache dich auf und geh nach Zarpat, das bei Zidon liegt, und bleibe dort; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt!“
Elia hat gelernt, dass Gott ihn bewahrt und versorgt – auch auf wunderbare Weise. Elia hört auf Gott: „Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte.“
Zarpat (oder: Sarepta, heute: Sarafend) liegt an der Mittelmeerküste, 13 Kilometer südlich von Sidon. Gott sendet Elia vom Land der Aramäer in das Land der Phönizier, in heidnisches Gebiet. Es steht unter der Kontrolle von Ahabs Schwiegervater Et-Baal. Ausgerechnet hier will Gott zeigen, dass der von den Menschen angebetete Wettergott keine Macht hat. Die Menschen, die Gott dazu einsetzt, sind herausgefordert – Elia genauso wie die allein erziehende, mittellose Frau. Denn es herrscht Hungersnot im Baalsland. Die Trockenheit bedeutet für Mensch und Tier eine unbeschreibliche Katastrophe. Die Witwe ist am Ende. Wir kennen den Namen der Phönizierin nicht. Sie steht stellvertretend für all die Menschen, die in einer unbefriedigenden Situation festgefahren sind und keinen Ausweg mehr sehen. – Die Frau tat, was damals alle tun mussten: Holz suchen zum Feuermachen und Kochen. Nur – war es die von Gott gemeinte Witwe? Der Israelit Elia kennt keine Berührungsängste und fragt geradeheraus: „Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäss, damit ich trinken kann! Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Ich bitte dich, bring mir auch einen Bissen Brot mit!“ - Das war die Testfrage! Gibt sie ihm Brot, ist es die von Gott vorbereitete Frau. Wie wird sie reagieren?
Versetzen wir uns in die Lage der Frau: Sie hat noch für einen Tag Nahrungsmittel. Da kommt ein Fremder und verlangt das Letzte von ihr. Wie hätten wir geantwortet? Wäre da eine empörte Zurückweisung nicht zuvorderst gewesen? Zum Beispiel so: „He, verschwinde Fremder! Was fällt dir ein, mir das letzte Mehl wegzuessen? Unverschämt – geh doch zu deinem Jahwe! Er soll dich füttern!“ Warum hat sie ihm kein Holzstück nachgeworfen wie einem streunenden Hund?
Ihre Antwort verrät das Besondere dieser Frau. Sie erkennt, dass Elia Israelit ist und sie ruft Gott-Jahwe zum Zeugen an (Vers 12): „So wahr der Herr, dein Gott, lebt ...“ Die Phönizierin weiss und glaubt und bekennt die Existenz des einen Schöpfers von Himmel und Erde. Damit trägt sie den Schlüssel zu ihrer Rettung im Herzen.
In einer Meinungsumfrage musste unter anderem folgender Satz beantwortet werden: „Ich weiss, dass Gott existiert und habe keinerlei Zweifel daran.“ In Mexiko sagten 80 Prozent Ja. In den USA 70 Prozent. In Italien 50 Prozent und in Deutschland waren es gerade noch 22 Prozent, die mit dem lebendigen Gott rechnen.
Bei der Suche nach Erneuerung lautet die zweite Frage: 2. Bin ich überzeugt, dass der lebendige Gott existiert? Weiss ich, dass er mein Schöpfer ist und dass er mich vom Bösen erlösen will? Das Leben kommt von Gott. Und all unsere Fragen an das Leben finden ihre Antwort nicht in uns selbst, sondern bei Gott. Das ist die Voraussetzung für alles, was kommt: „Erkennt, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst" (Ps. 100,3a).
Sogar Jesus Christus erwähnt die phönizische Witwe, und zwar in einer Diskussion mit den Pharisäern (vgl. Lukas 4,25). Doch bevor Jesus in der Synagoge von Nazareth auf die Witwe von Sarepta Bezug nimmt, hat er öffentlich aus dem Prophetenbuch Jesaja vorgelesen. Jene prophetische Stelle, die sich mit seinem Kommen erfüllt hat, Jesaja, Kapitel 61: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn. Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt worden vor euren Ohren!“ (Lukas 4,18 bis 21).
Jesus ist der Christus, der göttliche Befreier! Er vergibt unsere Schuld. Er schenkt neues Leben, einen neuen Geist, neue Kraft, neue Perspektiven, Befreiung aus der Sackgasse – Die Frage ist: Sind wir bereit, auf seine Stimme zu hören und die Vorstellungen, an denen unser Leben hängt, aufzugeben?
Die Pharisäer hatten genau verstanden, was Jesus sagten wollte, nämlich dass er der Messias ist, den Jesaja angekündigt hatte. Doch sie konnten diesen Anspruch aus dem Mund eines Mannes nicht annehmen, den sie als des Zimmermanns Sohn kannten.
Jesus öffnet einen neuen Weg. Dieser ist ungewohnt, für viele unglaublich und ein Risiko. „Kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland“, sagt Jesus zu den Pharisäern damals wie heute. Die Ablehnung des Christus hat Folgen. Genau das wollte Jesus aufzeigen, als er erklärte, warum Elia von Gott zu einer Phönizierin geschickt wurde: „Es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war, da eine grosse Hungersnot entstand im ganzen Land; und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Zarpat bei Zidon“ (Lukas 4,25 und 26).
Die phönizische Witwe war Heidin. Sie lebte in einer Zeit, als Israels Glaube auf einem Tiefpunkt war. Als Jesus sie erwähnt, richtet er den Blick seiner Zuhörer auf die harte Tatsache, dass Gott seine Gnade damals keiner Witwe in Israel schenkte, sondern einer Heidin. Ja, Jesus deutet an, dass Gott seine Gnade den Juden vorenthalten kann, um sie stattdessen den Heiden zu erweisen. Die Pharisäer hatten verstanden. Sie gingen auf Jesus los, drängten ihn zur Synagoge hinaus und wollten ihn von der Mauer stürzen.
Wie die Anfrage des Evangeliums an den Menschen, so war auch Elias Bitte an die allein erziehende Frau ungewöhnlich, Glauben fordernd, ein Risiko, das jeder menschlichen Vernunft und Erfahrung widersprach. Die Witwe antwortet Elia: „So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben!“
Die Frau hat eine klare Vorstellung. Sie will ihren Plan umsetzen. Diesem Plan stellt nun der Prophet den Plan Gottes gegenüber: „Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der Herr es auf den Erdboden regnen lassen wird!“ Gott fordert die Witwe heraus, etwas – nach menschlicher Erfahrung – „Unmögliches“ zu tun, um gerettet zu werden.
Ist sie bereit, das aufzugeben, was zum Tod führt, um anzunehmen, was Gott ihr schenken will? Warum lässt man nicht los, was nicht funktioniert? Schwer zu erklären, aber es ist so! Tag für Tag verbringen Menschen ihr Leben damit, etwas zu tun, woran sie leiden. Sie sind wie ihre eigenen Gefangenen. Sie meinen, den Ausweg zu kennen. Dabei zählen sie auf die Reaktionen anderer Menschen. Doch sie haben keine Offenheit für den neuen Plan dessen, der gekommen ist, um Gefangene zu befreien. Sie haben einen eigenen Plan, so wie die Witwe, ihr Plan heisst:
1.Holz sammeln 2. mit dem letzten Mehl und Öl Fladen backen 3. mit dem Sohn zusammen essen 4. sterben
Ihr Plan passt nicht zusammen mit dem Plan Gottes. Sie steht vor der Entscheidung: Entweder führt sie den eigenen Plan durch oder sie hält sich an den Plan Gottes. Man kann auch nicht ein Drittel vom eigenen Plan und zwei Drittel von Gottes Plan nehmen. Wenn es um Errettung geht, stimmt die Rechnung „10 Prozent Eigenleistung, 90 Prozent Gnade“ nicht!
„Jetzt aber ist ausserhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Jesus Christus ist“ (Römer 3,21 bis 24). „Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens! So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja, freilich, auch der Heiden! Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt“ (Römer 3,27 bis 30).
Das ist der Plan Gottes zur Rettung des Menschen: Er schenkt Gerechtigkeit durch Glauben. Das widerspricht sämtlichen menschlichen Plänen, die davon ausgehen, man könne durch ein besonderes Verhalten Ruhm vor Gott erlangen. Wollte die Witwe von Zarpat das Ergebnis von Gottes Plan erfahren, dann musste sie zuerst ihren eigenen Plan vollständig aufgeben. Die dritte Frage, die sich uns stellt, lautet:
3. Bin ich bereit, auf Gott zu hören? Wie der Mensch denkt, so ist und lebt er. Noch vor zwanzig Jahren dachte ich, mit meinem Tun soviel Punkte zu sammeln, dass ich eines Tages unbekümmert vor Gott treten könne - das war mein Plan. Eines Tages merkte ich, dass ich mein Leben so führte, dass es zwar meinen Bekannten und Verwandten und meinem Chef gefiel, nicht aber dem Vater im Himmel. Gott brauchte ich nur, wenn es mir passte. Aber kein Mensch schafft es, aufgrund seines Plans und seiner Fähigkeiten, sich selbst zu erlösen. Was haben wir denn Gott zu bieten, ausser einem zerrissenen Herz, einem Haufen Schuld und einem unstillbaren Bedürfnis nach Zuwendung?
Was das Ergebnis der menschlichen Pläne ist, das vernehmen wir täglich in den Nachrichten, das erfahren wir aus soziologischen Studien, aus der Kriminalitätsstatistik und aus unserem eigenen Erleben. „Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar“, schreibt Paulus und er zählt auf (Galater 5,19 bis 21): „Ehebruch, Unzucht (= griech. Porneia), Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei (= griech. Pharmakeia, dazu gehören auch stimmungs und bewusstseinsverändernde Drogen im Zusammenhang mit dem Bereich des Okkulten), Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“
Dieser Raster ist so eng, dass keine und keiner durch die Maschen geht. Alle sind vor Gott schuldig. Alle hängen im Netz. Wie jener Igel, den ich beim Aufräumen des Gartenhauses fand. Er hatte sich sein Nest in einem Vogelschutznetz gebaut. Als er sich aufrollte, um sein Leben an der Sonne zu geniessen, merkte er, dass er mit seinen Stacheln festhing. Er konnte sich nicht selbst befreien und verhungerte in seinem weichen Nest. Stacheln und Knochen – das war alles, was von ihm übrig geblieben war.
Jesus Christus ist gekommen, um die im Netz Gefangenen zu befreien. Das ist sein Plan. Er will uns neues Leben schenken und einen neuen Geist (Joh. 3,3), der uns ein neues Denken ermöglicht und eine Gesinnung des Dienens: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ (Gal. 5,22).
Gottes Plan ist es, Menschen aus Liebe zu sich zu ziehen, damit sie neu werden können. Damit sie umkehren, sich abwenden von den eigenen Vorstellungen und sich dankbar dem Wort Gottes zuwenden. Dafür gab Gott alles: „Gott liebt uns nicht, weil wir so wertvoll sind; wir sind so wertvoll, weil Gott uns liebt!“ (Helmut Thielicke)
Der Preis der Freiheit des Christen ist der selbst gewählte Tod des Gottessohnes: „Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht» (Joh. 3,16). Das ist Gottes Plan zur Rettung der Menschen. Er passt nicht zu unseren Selbsterlösungsplänen. Der Mensch ist es nicht gewohnt, blind zu vertrauen und sich einer grösseren Kraft zu überlassen. Dazu gehört der Wille des Loslassens, sich selbst zu verlassen und sich auf Jesus einzulassen, um damit unsere eigentliche, uns von Gott zugedachte Identität und Bestimmung zu finden.
4. Bin ich bereit, mich auf Gottes Plan einzulassen? Auch wer schon jahrelang den Weg mit Jesus geht, steht immer wieder vor der Wahl: Bleibe ich gefangen in meiner Angst, meiner Gebundenheit, meiner Aggression, meinen Umständen, meiner Selbstverliebtheit – oder will ich davon loskommen? Suche ich vehement das Reden Gottes? Höre und handle ich konsequent nach dem, was er mich lehrt? Wer behalten will, was er selbst hat, empfängt nicht, was Gott für ihn hat. Jesus sagte: „Wer sein Leben finden will, muss es verlieren.“
Was spielt sich im Herzen der allein erziehenden Frau aus Zarpat ab? Der Kampf der Gefühle kann nur eine Mutter einigermassen nachvollziehen. Mit dem letzten Öl und dem letzten Mehl hat sie ein Brot gebacken. Ihr Sohn hat zugeschaut. Jetzt nimmt sie das Brot vor den bittenden Augen des hungernden Kindes und bringt es dem fremden Gast. Ihr Herz blutet, zittert, aber tief drinnen ist etwas Grösseres: die Hoffnung auf Befreiung. Auf Gottes Wort hin gibt sie das Letzte: „... Sie ging und tat, was Elia gesagt hatte ...“
Mit diesem Schritt bezeugt sie ihre innere Entschlossenheit. Jetzt beginnt ein wunderbares Zusammenspiel: Gott handelt, wenn ich handle. Nähere ich mich Gott, nähert er sich mir – in Sarepta wird ein Wunder Realität! Gott greift ein: „... So hatte sie mit ihm und ihrem Sohn viele Tage zu essen. Der Mehltopf wurde nicht leer und der Ölkrug versiegte nicht, wie der Herr durch Elia versprochen hatte.“
Der Ausweg aus der Festgefahrenheit führt über vier Voraussetzungen im Herzen: 1.Der Wille zur Veränderung muss 100-prozentig sein. 2. Ich muss überzeugt sein, dass Gott existiert und helfen kann. 3. Ich suche und höre auf sein Wort. 4. Ich gebe meine Festlegung auf und handle nach dem Plan Gottes. Die Witwe aus Sarepta, von der wir nicht einmal den Namen kennen, macht Mut, diese Schritte zu gehen. Der Gott Israels bewahrt seinen Diener Elia in der grossen Hungersnot und segnet dabei das Haus der Fremden, die ihn aufnimmt: Auch die Witwe und ihr Sohn bleiben am Leben.
© factum 5/2005
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |