Graz 2002: Einweihung in Buddhas Welt
Die Unterwanderung Europas mit dem Geist Buddhas wird immer offensichtlicher. Es gehört heute schon fast zum guten Ton, wenn europäische Städte , den Dalai Lama, zu Gast haben. Im Jahr 2002 ist das österreichische Graz an der Reihe. Vom 11. bis 23. Oktober 2002 wird der ewig lächelnde Friedensnobelpreisträger dort ein Kalachakra-Ritual durchführen. Eingeladen wurde er von Bürgermeister Alfred Stingl.
Die Grazer Veranstalter, der Verein zur Förderung buddhistischer Werte mit Sitz im buddhistischen Zentrum She Drup Ling in Graz, rechnen mit über 10000 Besucherinnen und Besuchern. In einem Massen-Ritual wird der Dalai Lama sie einweihen und ins System des Kalachakra-Tantras einführen. Ziel dieser buddhistischen Meditationsübung ist letztlich die Erlangung der Erleuchtung, ein Zustand jenseits jeder Sorge. Im Rahmenprogramm rund um diese Mega-Initiation hinein in die buddhistische Geisterwelt ist auch eine "interreligiöse Meditation mit Vertretern der in Graz aktiven Religionsgemeinschaften zum Thema Glück" geplant. Wie werden sich die christlichen Kirchen und Gemeinden verhalten?
Die in Scharen zu Tibet-Veranstaltungen pilgernden Besucherinnen und Besucher sind sich oft kaum bewusst, was sie neben dem Einblick in Kultur, Land und Gesellschaft Tibets sonst noch empfangen, wenn der Dalai Lama zum grossen Kalachakra-Tantra ruft. Denn wer hier meditiert und das magische Mantra mitbetet, der wird eingeweiht, das heisst vom Dalai Lama ermächtigt, spezielle tantrische Meditationsmethoden selbst auszuüben. "Das Kalachakra-Ritual dient der Förderung von Frieden und Toleranz und stellt einen besonderen Segen für die Anwesneden sowie für den veranstaltungsort dar", das jedenfalls versprechen die Grazer Veranstalter. Was bedeutet dieses Kalachakra, das "Rad der Zeit"?
Dieses buddhistische Ritual zur Reinigung des Geistes ist eine Form von Tantra, eine Meditation, in die man sich mit Hilfe eines Mantras hineinbegibt. Mantra heisst wörtlich "Schutz des Geistes". Einem Mantra wird die Fähigkeit zugesprochen, "den Geist vor den gewöhnlichen Wahrnehmungen zu schützen". Das Tantra-System ist in vier Stufen unterteilt. Das Kalachakra-Tantra gilt als zur höchsten Klasse gehörig, zum Anuttarayoga Tantra. Der Mönch Kirti Tsenshab Rinpoche erklärt das Resultat der Meditation: "Die Frucht der Reinigungsübung ist die Erscheinung des klaren reinen Lichts der Vervollkommnung. (...) Unser Geist hat die grundlegende Eigenschaft, dass er gesäubert werden kann."
Doch ohne magische Einweihung geht es auch im Buddhismus nicht. Um das Kalachakra-Tantra auf allen Stufen meditieren zu dürfen, braucht man eine Kalachakra-Initiation. Tsenshab Rinpoche: "Wenn eine Person die Initiation nicht erhalten hat, dann ist sie nicht berechtigt, über die Entwicklungsphase und die Vollendungsphase zu meditieren."
In Graz wird der Dalai Lama diese Initiation persönlich vornehmen. Tausende von Menschen werden sich dabei für die dämonische Welt des buddhistischen Systems öffnen. Das Initiations-Ritual geschieht über das Erstellen eines farbigen Sand-Mandalas. Erst dann dürfen die Eingeweihten meditieren: "Während der Meditation des Entwicklungsphasen-Yoga visualisiert der/die Praktizierende die Basis, den eigenen Körper, in der Form der Kalachakra-Gottheit. Der Körper wird in der Form der Gottheit visualisiert, und das Bewusstsein des Praktizierenden ist untrennbar/unteilbar von Kalachakra. Dies eine Methode, um den Körper zu schützen ..." So eine weitere Erklärung aus der Anleitung, die Kirti Tsenshab Rinpoche gibt und auf der Internetseite der Grazer Veranstalter in Deutsch und in Englisch gelesen werden kann.
Die Buddhisierung Europas geschieht schleichend. Für buddhistische Insider ist das keine Überraschung. Dass so viele Menschen an Kalachakra-Tantras Interesse hätten, führen sie darauf zurück, dass der Dalai Lama dieses Initiations-Ritual schon so häufig und in den verschiedensten Weltgegenden vorgenommen hat. Die so vom Geist Buddhas Berührten geben ihre Meditationserfahrung an andere weiter.
Doch die tatsächlich dämonisch inspirierten Hintergründe des Rituals werden gegen aussen entweder nicht kommuniziert, oder nicht bedacht. Hier ein Zitat aus einer Anleitung: «Bei der Meditation mit Hilfe einer Sadhana wird während der Entwicklungsphase zuerst das Mandala und der Palast kreiert. Der Palast wird ineinandergeschachtelt visualisiert. Im Innersten befindet sich das Mandala des Geistes, umgeben vom Mandala der Sprache, und zuäussert ist das Mandala des Körpers. (...) Dieser Palast wird von verschiedenen Gottheiten, insgesamt 634, bewohnt. (...) Das innerste Mandala, das Mandala des Geistes von Kalachakra, ist die Residenz von 46 Gottheiten.»
Der Dalai Lama wird mit seinem Geisterritual auch die Kirchenführer zu beeinflussen suchen. Denn auch unterschiedliche religiöse Standpunkte will er harmonisieren: «Durch das Reinigen der internen Verunreinigungen werden diese unterschiedlichen, sich widersprechenden und täuschenden religiösen Glauben gereinigt und befriedet. Auch uneinige politische Standpunkte und Positionen werden beschwichtigt, ebenso Streitereien und Auseinandersetzungen.»
"Kalchakra for World Peace", der Grossanlass in Graz im kommenden Jahr wird die Buddhisierung Europas weiter vorantreiben und die Botschaft des Evangeliums direkt angreifen. Ziel der buddhistischen Tantra-Übungen ist es, das negative Karma, das Böse in sich, zu reinigen und letztlich zur Erleuchtung zu gelangen, zum Licht. Immer mehr Menschen bemühen sich nach buddhistischer Lehre zu leben. Sie merken nicht, wie sie in die Abhängigkeit eines religiösen, selbsterlöserischen Systems geraten.
Aus biblischer Sicht ist dieses Licht ein extrem trügerischer Schein, eine mit Samthandschuhen inszenierte Verführung. Der Apostel Paulus jedenfalls wunderte sich nicht über solche geistlichen Angriffe: "Kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Grosses, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen" (2. Kor. 11,14 und 15).- Dsa factum-Printmagazin veröffentlicht ein Interview mit dem Buddhismuskritiker und Fachbuchautoren Colin Goldner. Rolf Höneisen
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