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Sodom und Gomorra
Archäologische Indizien für die Zerstörung dieser Städte.
Bryant G. Wood
Vor 30 Jahren wurden südöstlich des Toten Meeres womöglich die Ruinen von Sodom und Gomorra entdeckt. Aktuellere Namen lauten Bad edh-Dhra für Sodom und Numeira für Gomorra. Beide Orte wurden zur gleichen Zeit durch eine enorme Feuersbrunst zerstört. Der Schutt aufgrund dieser Zerstörung ist rund einen Meter dick.
Was löste diese furchtbare Katastrophe aus? Verblüffende Entdeckungen im Gräberfeld von Bad edh-Dhra offenbaren die Ursache. Archäologen entdeckten verbrannte Gebäude, die dazu benutzt worden waren, um die Toten zu begraben. Dabei fiel ihnen auf, dass das Feuer zuerst an den Dächern ausgebrochen war. Was war geschehen?
Die Antwort auf dieses Rätsel ist in der Bibel zu finden: «Da liess der Herr Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra, vom Herrn, vom Himmel herab» (1. Mose 19,24). Die einzig vorstellbare Erklärung für diese einzigartige archäologische Entdeckung ist tatsächlich die, dass brennende Trümmer vom Himmel auf die Gebäude hinunter gestürzt waren. Wie konnte so etwas passieren?
In dieser Region südlich des Toten Meeres gibt es umfangreiche unterirdische Ablagerungen einer auf Erdöl basierenden Substanz namens Bitumen (ähnlich wie Asphalt). Dieses Material enthält üblicherweise einen hohen Prozentsatz an Schwefel. Der Geologe Frederick Clapp nimmt an, dass durch den Druck eines Erdbebens die Bitumen-ablagerungen über eine Bruchstelle aus der Erde gequetscht wurden. Als dann das schwarze Schwefelgemisch aus der Erde schoss, genügte ein kleiner Funke oder ein Oberflächenfeuer, um es zu entzünden. Durch diese Explosion würde das Pech als brennende, feurige Masse auf die Erde regnen.
Die Ruinen von Sodom und Gomorra wurden allerdings erst entdeckt, nachdem Clapp seine Theorie formuliert hatte. Es stellte sich dann aber heraus, dass die beiden Orte genau auf einer Bruchlinie in der Erdkruste liegen, die entlang der östlichen Seite einer Ebene südlich des Toten Meeres verläuft. Clapps Theorie war also plausibel.
Die Bibel selbst gibt einige Hinweise auf ein solches Szenario. Abraham sah die Zerstörung von einem Aussichtspunkt westlich des Toten Meeres: «Und er blickte hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Land jener Gegend und sah sich um, und siehe, ein Rauch ging auf von dem Land, wie der Rauch eines Schmelzofens» (1. Mose 19,28).
Dichter Rauch lässt auf ein von Mineralöl gespeistes Feuer schliessen. Rauch, der aufsteigt «wie aus einem Ofen», deutet auf einen eingeengten Rauchabzug hin, so wie man es erwarten würde, wenn unterirdische Ablagerungen unter Druck aus dem Boden gezwungen werden.
Die Zerstörung von Sodom und Gomorra ist ein warnendes Beispiel dafür, wie Gott Sünde richtet. «Siehe, das war die Sünde deiner Schwester Sodom: Hochmut, Speise in Fülle und sorglose Ruhe wurde ihr und ihren Töchtern zuteil; aber dem Armen und Bedürftigen reichten sie nie die Hand, sondern sie waren stolz und verübten Gräuel vor mir; deswegen habe ich sie auch hinweggetan, als ich es sah» (Hesekiel 16,49–50).
Übersetzung: Stefan und Carmen Walther © Associates for Biblical Research www.BibleArchaeology.org
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