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Katastrophen-Hotspot Erde

Die Weltbank veröffentlichte eine Liste mit den von Naturkatastrophen am stärksten bedrohten Ländern. Der Bericht lenkt davon ab, dass unser Planet als Ganzes ein Risikogebiet ist.

von Rolf Höneisen

Die Bibel sagt den Untergang der Erde in ihrer jetzigen Gestalt voraus. Inzwischen bestätigt auch die Wissenschaft, dass das Leben auf unserem Planeten ein Ablaufdatum hat.

Wissenschaftler der Columbia University haben im Auftrag der Weltbank eine Liste von besonders gefährdeten Regionen der Erde erstellt. Um Katastrophen wie dem erneuten Erdbeben in Indonesien besser entgegentreten zu können, werden vom Brüsseler Centre of Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) Datenbanken über Katastrophen nach Ländern geordnet in die Liste eingearbeitet, berichtet das Wissenschaftsmagazin „Nature“.

"Datenbanken allein können aber zukünftige Katastrophen wohl kaum vorhersagen", so Studienautor Maxx Dilley (Columbia University). "Notwendig sind neben den reinen Daten aus der Vergangenheit auch noch Informationen über die Bevölkerungsdichte und über die Frage, wie wohlhabend die Menschen in einer Region sind. Damit können die Folge einer Katastrophe besser eingeschätzt werden", erklärt der Experte.

Dilley hat zu diesem Zweck die Erde in Parzellen von jeweils 25 Quadratkilometern eingeteilt und dann die Risiken von sechs verschiedenen Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Erdrutschen oder Erdbeben errechnet. Demnach zählen Burundi, Bangladesch, Nepal, Haiti und Taiwan zu den am stärksten bedrohten Ländern. In diesen Staaten sind 90 Prozent der Be völkerung hoch gefährdet, bei mindestens zwei verschiedenen Naturkatastrophen ums Leben zu kommen.

Naturkatastrophen sind nicht zu verhindern, hingegen können die Zerstörungen und die Opferzahl geringer gehalten werden, wenn zum Beispiel in erdbebengefährdeten Regionen sicherer gebaut würde. Doch ausgerechnet die bedrohten Regionen sind finanziell schwach. Nach Angaben der Wissenschaftler sollte die Weltbank darauf reagieren und Vorsorge treffen. Es gehe um bessere Wohnmöglichkeiten, eine bessere Erziehung und bessere Gesundheitsdienste.

Die Liste der besonders gefährdeten Gebiete lenkt allerdings von der Tatsache ab, dass nicht nur einzelne Weltregionen für Katastrophen anfällig sind, sondern der Planet Erde als Ganzes. Der Boden, auf dem wir stehen, schwingt und zittert und ist alles andere als sicher. Im Erdinnern brodelt eine glühende Masse. Und nach der Heiligen Schrift wird die Erde eines Tages untergehen. Inzwischen spricht auch die Wissenschaft offen darüber.

Für das Ende der Welt gibt es unterschiedliche Szenarien. Analog den Impakt-Ereignissen in der Vergangenheit, könnte auch in Zukunft wieder ein sehr grosser Asteroid auf der Erde einschlagen und zumindest alles menschliche Leben auslöschen.

Sollte es nicht zum Aufprall-Szenario kommen, so setzt aus naturwissenschaftlicher Sicht eine andere materielle Grösse unserer Erde eine Existenzlimite, und zwar ausgerechnet die Sonne.

Die Astrophysik versteht die nuklearen Vorgänge im Inneren eines Sterns inzwischen einigermassen gut. Mit diesen Erkenntnissen lässt sich die Lebensspanne unserer Sonne theoretisch bestimmen. Ergebnis: Unser Zentralgestirn wird sich bis in spätestens vier Milliarden Jahren im Todeskampf bis über die Bahn des Planeten Venus hinaus aufblasen haben und die Erde in einen Feuerball verwandeln.

Doch schon in zwei Milliarden Jahren wird es auf der Erde so warm sein, dass es nirgendwo mehr Eis geben wird. Können auf einem solchen Planeten überhaupt noch Menschen leben? Manche Wissenschaftler und Science-Fiction-Autoren meinen, die Menschheit hätte es bis dahin geschafft, irgendwo im Weltall auf einem anderen Planeten Asyl gefunden zu haben. Und dann? Auch mit einem solchen Exodus liesse sich das Ende höchstens hinauszögern. Früher oder später werden alle Sterne ausgebrannt sein und es wird dunkel im Universum.

Wer sich in diesem theoretischen Szenario mit viel Fantasie vorstellen kann, dass die bis dahin angeblich höher entwickelten Lebewesen in der Lage sein sollten, in der Dunkelheit und Kälte eines solchen Universums zu überleben, der muss deutlich an das ultimative Ende erinnert werden. Norbert Lossau schreibt: "Nach den Theorien der modernen Physik wird in ferner Zukunft die gesamte Materie zerfallen. In rund 1036 Jahren sollen die Protonen – die Grundbausteine aller Atomkerne - zerplatzen."

In der theoretischen Physik sind noch andere Untergangsszenarien bekannt. Beispielsweise ist die Rede von einem Vakuum-Kollaps, in dem der Raum zusammenbricht.

Durch das Berechnen eines Zeitraums von Milliarden von Jahren bis zum Super-Gau lässt uns die von der Wissenschaft nun offiziell bestätigte heisse Apokalypse allerdings ziemlich kalt. Was, wenn die Zeitberechung falsch ist? Die Bibel ist pragmatischer: Wir sollten uns nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, sondern unsere Verantwortung gegenüber dem Schöpfer-Gott schon heute wahrnehmen. Niemand kann den Zeitpunkt des Endes ausrechnen.

Also gilt es, sein Wort ernster zu nehmen als jede Berechnung und Mutmassung von menschlicher Seite. Die Bibel lehrt, dass die "jetzigen Himmel und die Erde für das Feuer aufbewahrt" werden (vgl. 2. Petrus 3,7, aber auch Jes. 66,15; Dan. 7,9 und 10; Micha 1,4; Mal. 3,19; Matth. 3,11 und 12; 2. Thess. 1,7 und 8). Im Unterschied zu den Astrophysikern verzichtet die Heilige Schrift allerdings auf eine Datierung der Apokalypse. Immerhin machen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft das angekündigte Gericht begreifbarer.

Das Innere der Erde besteht aus einem wabernden Feuerball und die ganze Schöpfung basiert auf atomaren Strukturen. Schon der Mensch ist fähig, aus Atomen Bomben von unerhörter Zerstörungskraft herzustellen. So wird es denkbar, dass sich am Tag des Gerichts Gottes das gesamte Universum durch ein Explodieren atomarer Energie auflösen wird. Petrus schrieb: "...Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort (= das Wort des Schöpfer-Gottes) aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens gottloser Menschen" (2. Petrus 3,7).

Der "Tag des Gerichts" bezeichnet das besondere Eingreifen Gottes in die Geschichte der Menschheit. Es ist der Zusammenbruch und das Ende eines Weltsystems, indem Gottlosigkeit, Sünde und Tod regieren. Das Gericht wird kommen "wie ein Dieb in der Nacht" – es trifft die Unvorbereiteten – "dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen" (2. Petrus 3,10). Petrus ergänzt: "...die Himmel lösen sich in Glut auf und die Elemente werden vor Hitze zerschmelzen" (2. Petrus 3,12).

Es darf nicht überraschen, dass der von Gott inspirierte Apostel schon vor 2000 Jahren naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Atomphysik nennt. Die Materie lässt sich in einzelne Elemente zerteilen. Die Neutronen, Protonen und Elektronen werden sich beim Untergang der physischen Welt auflösen und verbrennen (vgl. Vers 11).

An Christus als ihren persönlichen Erlöser glaubende Menschen warten aber nicht auf den Untergang der alten Erde. Vielmehr erwarten sie die Rückkehr des Königs und die von Gott verheissene neue Erde, die auf gerechten Strukturen basieren wird.

Bis dahin – so der abschliessende Rat des Petrus – sollen Christen sich nicht beirren lassen , sondern geistlich wachsen "in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus".

Quellen:
- Dilley M., Chen R. S., Deichmann U., Lerner-Lam A. L. & Arnold M.: Natural Disaster Hotspots: A Global Risk Analysis, http://publications.worldbank.org/ecommerce/catalog/product?item_id=4302005 (World Bank,2005)
- Norbert Lossau: Der Weltuntergang steht nicht vor der Tür, doch er ist langfristig unvermeidbar, „Welt“, 2. März 2005; http://www.welt.de/data/2005/03/02/552507.html
- Die Bibel: 2. Petrus 3,13 und 18; Jesaja 60,19 bis 22; Offenbarung 21,1-7

(c) factum online 19. April 2005

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