|
Omega Centauri – ein glitzernder Gigant
Omega Centauri ist ein Juwel am Nachthimmel der südlichen Hemisphäre. Der strahlende Cluster ist ein Gebilde aus Millionen von Sternen.
Rolf Höneisen
In dunklen Nächten ist Omega Centauri mit blossem Auge zu erkennen. Mit einem Teleskop offenbart er sich als eine Ballung glitzernder Sterne. Nun hat die Europäische Forschungsorganisation ESO mit einem im chilenischen La Silla aufgebauten Hightech-Teleskop (Durchmesser 2,2 Meter) ein Bild von Omega Centauri machen können, das uns die Geheimnisse des glitzernden Sternenhaufens näher bringt.
Der griechische Astronom Ptolemäus und später Johann Bayer registrierten Omega Centauri noch als Stern. Im frühen 19. Jahrhundert entdeckte der Engländer John Frederick William Herschel, dass es sich in Tat und Wahrheit um einen Sternenhaufen handelte.
Neueste Forschungen über den Himmelsgiganten vermuten, dass in seinem Zentrum ein mittelgrosses Schwarzes Loch ist. Beobachtungen zeigen, dass einzelne Sterne in der Mitte der Sternenansammlung sich in einer ungewöhnlichen Frequenz drehen. Die Astronomen führen dieses Phänomen zurück auf Gravitationseffekte eines massiven Schwarzen Lochs, das eine Masse von rund 40000-mal derjenigen der Sonne hat.
Doch um Omega Centauri kreisen nach wie vor viele Geheimnisse. Eine Theorie besagt, dass er das Herz einer Zwergen-Galaxie sei, die bei einem Zusammenprall mit der Milchstrasse weitgehend zerstört worden war. Rätselhaft wiederum sind die unterschiedlichen Generationen von Sternen im Cluster. In einem typischen Sternenhaufen, so wird nämlich angenommen, müssten sich ausschliesslich gleichzeitig entstandene Sterne befinden.
Wie dem auch sei, der Blick auf Omega Centauri ist atemberaubend schön. Stellen wir uns doch dieselbe Frage, die Gott einst an Abraham richtete: «Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? (...)»
Gott zeigt seine Grösse am Universum. David dichtete dazu ein bewegendes Lied: «Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit über die Himmel gesetzt hast! (...) Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füs- se gelegt: Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes; die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!» (aus Ps. 8).
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |