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Fruchtfliegen kennen keine Evolution

Die Australische Fruchtfliege verweigert sich der Evolutionstheorie. Die der Umgebung am besten angepassten Tiere geben ihre Gene und damit ihre besonderen Eigenschaften nicht an die nächste Generation.

Diese Fruchtfliegenart kommt nur im Regenwald an der Nordostküste Australiens vor, in einer Region, in der die Durchschnittstemperatur ansteigt. Wie Ary Hoffmann und sein Team in “Science” schreiben, hätten diese Fliegen grosse Probleme, sich der zunehmenden Trockenheit anzupassen. Selbst die zäheste Population könne sich nicht weiterentwickeln.

Um die Reaktion der Fliegen auf Trockenheit zu untersuchen, wurden sie zunächst so lange der Dürre ausgesetzt, bis mehr als 80 Prozent der Tiere gestorben waren. Das Häuflein der Überlebenden durfte Nachkommen haben. Dann begann der Dürretest von vorne. Endergebnis: Selbst nach 30 Generationen hatten sich die natürlich selektierten Fliegen nicht besser auf die Trockenheit eingestellt als die erste Generation. Darwins Theorie vom Überleben des Stärksten griff nicht.

Auch den Grad der Vererbung verfolgten Hoffmann und Kollegen. Untersucht wurden dabei die Anpassung an die Trockenheit und – zur Kontrolle – die Flügelgrösse. Flügelgrösse und -form wurden zu 40 bis 80 Prozent an die Nachfahren weitergegeben. Doch bei der klimatischen Anpassungsfähigkeit ergab sich ein Faktor von null Prozent. Die “hitzefestesten” Fruchtfliegen gaben diese Fähigkeit nicht weiter. Die Evolutionstheorie, nach dem die genetisch am besten angepassten Tiere die besten Chancen haben, fand keine Bestätigung. Steigen die Temperaturen weiter an, drohen diese Fruchtfliegen auszusterben. Sie sind nicht die Einzigen. Es gibt Meerestiere, die sich kaum an noch höhere Wassertemperaturen anpassen werden und dadurch bedroht sind.

Das Beispiel der Fruchtfliegen zeigt, dass Variationen nur innerhalb des Genpools möglich und daher begrenzt sind. Die Anpassungen erfolgen nur mikroevolutiv, d. h. innerhalb der Art und in eingeschränktem Umfang. Die makroevolutiven Veränderungen über die Artgrenzen hinaus wurden nicht beobachtet und bleiben somit theoretisch. (rh.)

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