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Einzigartiges Sonnensystem

Neue Modellrechnungen zeigen: Die Erde ist Teil eines ganz aussergewöhnlichen planetarischen Systems. Und sie ist wie für den Menschen geschaffen.

Thomas Lachenmaier

Für die Anhänger der Evolutionstheo­rie ist der Gedanke nahe liegend, dass es in den Weiten des Alls noch mehr Planeten geben muss, die in einem vergleichbaren kosmischen Milieu wie die Erde existieren. Ein Planet mit kom­plexen Lebensformen müsste in den Weiten des Alls zu finden sein – und es wird auch tatsächlich aufwändig danach gesucht.

Aufwändige Modellrechnungen, die Edward Thommes, Soko Matsumara und Frederic Rasio von der Northwestern University Evanston im US-Bundesstaat Illinois angestellt haben, weisen indes auf die Sonderstellung unseres Planetensystems hin. Die Suche nach einer «zweiten Erde» in den Weiten des Alls ist den Aussagen der Studie zufolge kein aussichtsreiches Unterfangen.

Die Forscher berichteten im Wissenschaftsmagazin «Science» von ihren Erkenntnissen. Ein Planetensystem wird vor allem vom Verhältnis der Massen des heranwachsenden Sterns und der ihn umgebenden Gas- und Staubscheibe bestimmt, aus der sich die Planeten formen. Dieses Verhältnis muss allerdings innerhalb sehr enger Grenzen liegen, wenn ein Planetensystem wie das unsere entstehen soll.

Die Forscher haben zahlreiche Szenarien mit immer wieder leicht veränderten Anfangsbedingungen durchgespielt. Es gelang ihnen, einen Zeitraum von 10 Millionen Jahren zu simulieren. Die Ergebnisse ihrer Forschungen zeigen: Es ist extrem unwahrscheinlich, dass es noch ein weiteres Planetensystem im Weltall gibt, das unserer kosmischen Heimat ähnelt.

Als noch unwahrscheinlicher kann man es erachten, dass zudem die so genannte Feinabstimmung der Naturkonstanten Bedingungen schafft, in denen Leben möglich ist. Eine Vielzahl an Faktoren, darunter die Leben schaffenden Kreisläufe von CO2 und Wasser, die exakte Stellung der Erde innerhalb ihres Planetensystems und die Stellung des Planetensystems im Kosmos müssen in einer ganz spezifischen Weise bestehen, damit Leben möglich ist.

Auch die Stellung der Grossplaneten am Rande unseres Sonnensystems ist für das Leben auf der Erde von grosser Bedeutung. So schützt der Jupiter durch seine enorme Grösse und Masse die Erde vor Asteroiden und Kometen.

Der Mond stabilisiert den Winkel, den die Erdachse mit der Planetenbahn um die Sonne bildet. Auch die Stabilität dieser Neigung wird durch den Mond, diesen «treuen Zeugen in den Wolken», der «ewiglich bleibt» (Psalm 89, Vers 38) gewährleistet.

Diese Neigung der Erdachse ist, wie ihre Stabilität, wichtig für ausgeglichene Temperaturen auf der Erde. Die Erde ist wie für den Menschen geschaffen.

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